Geschäftsbericht
2020
23/44

Abwasser



 


2020
T€

2020
 %
Umsatzerlöse


94.702

100,0
Andere aktivierte Eigenleistungen


3.866

4,1
Sonstige betriebliche Erträge


2.489

2,6
Betriebsleistung


101.057

106,7







Materialaufwand


–33.704

–35,6
Personalaufwand


–14.331

–15,1
Abschreibungen



–25.138

–26,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen



–19.862

–21,0
Betriebsergebnis



8.022

8,5







Finanzergebnis



–4.488

–4,7







Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit



3.534

3,7







Sonstige Steuern



–24

0,0
Jahresergebnis



3.510

3,7


2019
T€

2019
%

Veränderung
 T€
Umsatzerlöse
90.652

100,0

4.030
Andere aktivierte Eigenleistungen
2.796

3,1

+1.070
Sonstige betriebliche Erträge
1.916

2,1

+612
Betriebsleistung
95.364

105,2

+5.712







Materialaufwand
–30.311

–33,4

–3.393
Personalaufwand
–13.462

–14,8

–869
Abschreibungen

–24.205

–26,7

–933
Sonstige betriebliche Aufwendungen

–18.970

–20,9

–911
Betriebsergebnis

8.416

9,3

–394


 



Finanzergebnis

–5.439

–6,0

+951


 



Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

2.977

3,3

+557


 



Steuern

–20

0,0

–4
Jahresergebnis

2.957

3,3

–553


Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen mit T€ 86.185 (Vorjahr: T€ 82.506) Abwasserentsorgungsentgelte und mit ­T€ 5.964 (Vorjahr: T€ 5.852) Erträge aus der Auflösung von empfangenen Baukostenzuschüssen. Die gesamte Abwassermenge betrug im laufenden Geschäftsjahr 29.674.981 Kubik­meter (Vorjahr: 29.430.548 Kubikmeter). Erhebliche Mengen­änderungen waren in den Gemeinden und Städten Varel (+107.278 Kubikmeter), Oldenburg (+90.485 Kubikmeter), Ganderkesee (+45.056 Kubikmeter), Essen (+39.363 Kubik­meter), Wangerland (–37.643 Kubikmeter) und Esens ­(–48.854 Kubikmeter) zu verzeichnen.

Die erhöhte Bautätigkeit führt zu gestiegenen Erträgen für aktivierte Eigenleistungen (T€ +1.070). Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Vorjahr durch einen Einmaleffekt in Höhe von T€ 456 beeinflusst und sind daher im Berichtsjahr gesunken.

Der Anstieg des Materialaufwands resultiert im Wesentlichen aus erhöhtem Unterhaltungsaufwand für die Anlagen und Kanäle (T€ 1.078) sowie Aufwand für die Entsorgung der Klärschlämme (T€ 768). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Aufwendungen für den Bezug von Strom im Wesentlichen aufgrund höherer Bezugspreise gestiegen (T€ 960). Die Veränderung der Personalkosten ist durch zusätzliches Personal sowie Tarif­steigerungen begründet. 

Für die Veränderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren vor allem die innerbetriebliche Leistungsverrechnung ­(T€ 1.454), die Bildung einer Rückstellung für Kostenüber­deckungen in Höhe von T€ 1.416 (Vorjahr: T€ 469), die nach­trägliche Korrektur der Vorjahresleistungsverrechnung in 2019 (T€ –1.397), einmalige Anliegergebühren für eine Straßen­sanierung im Vorjahr (T€ –179) sowie Aufwand aus der Korrek­tur des Anlagevermögens aufgrund einer im Vorjahr durch­geführten Anlageninventur (T€ –173) ursächlich.

Trotz eines Anstiegs der Bankschulden um T€ 10.646 konnte das Finanzergebnis wegen der anhaltend günstigen Zinslage um T€ 951 verbessert werden.

Das Geschäftsjahr 2020 der Abwassersparte schließt mit ­einem Jahresüberschuss von T€ 3.510 ab. Der am 10. Dezember 2020 von der Verbandsversammlung des OOWV beschlossene Nachtrags-Wirtschaftsplan 2020 sah über alle Abwasserbetriebe hinweg für den Erfolgsplan einen nicht konsolidierten Jahresüberschuss von T€ 3.914 vor. Wesentliche Abweichungen sind bei den Umsatzerlösen, den vom Trinkwasserbereich ­erbrachten Dienstleistungen und dem Steueraufwand zu ­verzeichnen.

Wie im Vorjahr wurden die empfangenen Baukostenzuschüsse zwar handelsrechtlich aufgelöst, jedoch in der Entgeltkalkulation nicht berücksichtigt. Infolge dieses zulässigen Vorgehens sind, soweit in den einzelnen Abwasserhaushalten Überschüsse bestehen, die handelsrechtlichen Auflösungsbeträge einer zweckgebundenen Rücklage analog zu den Regelungen des NKAG zuzuführen. Dadurch werden einerseits die Zinslasten des Abwasserbereichs vermindert, und andererseits stehen diese Rücklagen zur Finanzierung zukünftiger Ersatzmaßnahmen zur Verfügung. Diese Entlastung wird bei der Kalkulation der ­künftigen Abwasserentgelte zugunsten der Entgeltzahler berücksichtigt. Der Bilanzgewinn von € 0,1 Mio. resultiert zu ­€ 3,5 Mio. aus dem Jahresüberschuss und zu € 3,4 Mio. aus einer wie beim NKAG gebotenen Rücklagenbildung.