Geschäftsbericht
2020
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ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2020



I. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Der Jahresabschluss des Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverbands für das Geschäftsjahr 2020 wurde in Anlehnung an die Rechnungslegungsvorschriften der Niedersächsischen Verordnung über Eigenbetriebe und andere prüfungspflichtige Einrichtungen (Eigenbetriebsverordnung – EigBetrVO) aufgestellt.

Damit finden die Vorschriften für den Jahresabschluss einer großen Kapitalgesellschaft im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches (§§ 242 bis 287) sinngemäße Anwendung, soweit sich aus der EigBetrVO nichts anderes ergibt.

2.Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.


II. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen vier bis acht Jahre.

2. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich gegebenenfalls erhaltener Zuschüsse und planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Bei Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode ermittelt.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben beziehungsweise als Aufwand erfasst.

Die Vorjahreswerte im Anlagenspiegel wurden im Berichtsjahr an die Vorjahresbilanzwerte angepasst.

Die den Abschreibungen zugrunde liegenden, voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen: 

Gebäude     20 – 50 Jahre
Rohrnetz     35 / 37 / 40 / 50 Jahre
Maschinentechnische Anlagen     12 – 20 Jahre
Elektrotechnische Anlagen     8 – 20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung     3 – 14 Jahre

3. Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten abzüglich gegebenenfalls notwendiger Abschreibungen bilanziert.

4. Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach der Methode des rollierenden Durchschnittspreises.

Für Büromaterial, Drucksachen und Reinigungsstoffe wurde ein Festwert von insgesamt T€ 27 (Vorjahr: T€ 14) gebildet. 

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Liefer- und Leistungsforderungen werden mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent abgezinst.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 Prozent der risikobehafteten Forderungen gebildet.

6. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

7. Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet transitorische Posten, im Wesentlichen vorausgezahlte Wartungskosten für ­Software des folgenden Jahres. Der Posten wird aufgelöst, sobald der Aufwand wirtschaftlich entstanden ist.

8. Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. In dem Posten Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von T€ 13.217 enthalten.

9. Empfangene Ertragszuschüsse zu den Hausanschlusskosten und die Baukostenzuschüsse werden passiviert und über die Abschrei­bungsdauer der korrespondierenden Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst.

10. Im Unternehmensbereich Trinkwasser erhaltene Investitionszuschüsse zum Rohrnetz, für Hydranten, für Erdgasfahrzeuge sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung werden als Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen passiviert. Im Unternehmensbereich Abwasser wird hier das Abzugskapital der ab 2006 erworbenen Abwasserbetriebe sowie öffentliche und private Zuschüsse zu den Abwasserentsorgungsanlagen ausgewiesen. Eine Auflösung erfolgt über die Abschreibungsdauer der korrespondierenden Vermögensgegenstände. 

11. Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Barwert unter Zugrundelegung des maßgeblichen Zins­satzes der Deutschen Bundesbank bewertet.

12. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag und Rentenverpflichtungen mit dem Barwert angesetzt.

13. Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthalten transitorische Posten, u. a. Miet- und Pachteinnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für künftige Geschäftsjahre darstellen. Der Posten wird aufgelöst, sobald der Ertrag wirtschaftlich entstanden ist.